Ger 102:
Aufsatz 3
Schreiben Sie einen Aufsatz über Fahrkarte Bitte von Helga
M. Novak.
Als Hilfe für das Aufsatz-Material surfen Sie zu der
Kieler-Homepage http://www.kiel.de. Lesen Sie dort unter
"Touristisches".
Kurzer Lebenslauf von Helga M. Novak
Als Author schreibt Novak kurze Sätze. Diese kurzen Sätze
beschreiben für uns ein objektives, präzises Leben. Wenn
Sie Novaks Geschichten lesen, sehen Sie konkrete Bilder wie
im Video, kurz und aktiv-bewegend. Novak beschreibt
verschiedene Szenen; wir müssen die Szenen für uns allein
interpretieren, denn sie hilft uns nicht mit
Charakter-Beschreibungen. Wenn die Geschichten etwas
tieferes bedeuten, müssen wir die Bedeutungen finden.
Helga M. Novak ist der Pseudonym (Autorin-Name) für Maria
Karlsdottir. Maria ist 1935 in Berlin-Köpenick geboren.
1954-1957 studierte sie Phiolsophie und Journalismus an der
Universität Leipzig. Damals war Leipzig in der DDR. Sie
fand allerlei Arbeiten in der Publizistik und auch später
in Fabriken, dann arbeitete sie 1961-1967 in der
Publizistik in Island. [Der Name, Karlsdottir, könnte ein
isländischer Name sein; der Name scheint "Karls Tochter" zu
sein.] 1966 gab sie ihre DDR-Staatsbürgerschaft auf und
wurde dann Staatsbürger der BRD. Sie lebt und arbeitet
jetzt in Frankfurt/Main.
Vokabeln
bewegend = moving
DDR = Deutsche Demokratische Republik (East Germany
1949-1989)
allerlei = various
e Publizistik = the book trade
e Fabrik/-en = industrial plants
Island = Iceland
e Staatsbürgerschaft aufgeben = renounce citizenship
BRD = Bundesrepublik Deutschland (Germany 1949- )
Hier sind für Sie einige Fragen oder Aufgaben, die
vielleicht helfen würden, Ihre Ideen zu organisieren. Die
folgenden Fragen sind nicht direkte Fragen, die sie
beantworten sollen, sie sind nur für Inspiration hier. Sie
sollten Ihr eigenes Thema finden.
* Wiederholen Sie die Fragen "zum Text" auf Seite 377
Fragen, die helfen könnten:
* Wer ist die Erzählerin? Woher kommt sie?
* Wen hat sie belogen? (lügen, log, gelogen = tell a lie)
Warum? Wie?
* Warum übernachtet sie im Hotel am Hafen und nicht in der
Innenstadt?
* Warum hat sie soviel Gepäck mit der Fahrkarte und kein
Geld?
* Wer ist Charlotte? Wie hätten sie sich kennengelernt? Was
für eine "Geschichte" hätten sie miteinander?
* Warum arbeitet sie jetzt im "Weißen Ahorn"?
* Warum segelt sie nicht auf dem Schiff, das um ein Uhr
abfährt?
* Versucht sie die Übernachtung im Hotel zu bezahlen?Warum
will der Hotellier sie nicht gehen lassen?
* Warum verschließt der Hotellier die Fahrkarte in eine
Kassette?
* Was bedeutet das für die Frau, deren Schiff um ein Uhr
fährt?
* Wie könnte die Freundin ihr helfen? Würde die Freundin
ihr helfen, oder gäbe es vielleicht "schlechtes Blut"
zwischen ihnen?
* Warum kommt die Charlotte nicht sofort zur Hilfe?
* Was wird in den nächsten paar Tagen mit ihrem Gepäck auf
dem Bahnhof passieren?
* Warum schreibt sie eine Karte an Charlotte statt
Charlotte anzurufen?
Fragen zum weiteren, tieferen Denken:
* Wie wäre ihr Leben anders gewesen, wenn sie einen Tag
später in Kiel angekommen wäre?
* Könnte man die Geschichte so interpretieren, daß "Maria"
im Text die Person, Maria, ist? Das würde vielleicht
bedeuten, daß "Fahrkarte bitte" stark autobiographisch
wäre.
* Könnte man die Geschichte als Konfrontation zwischen Ost
und West verstehen? Wie? Warum?
Der Syllabus gibt den Termin an.